Zwiefalten-Gauingen

Er ziert die Fassaden von Museen und Verwaltungsgebäuden in ganz Deutschland, und schon im Münster Zwiefalten wurde er verbaut: der helle Travertin, der im Gauinger Steinbruch gewonnen wird. Botaniker und Steinbildhauer schätzen diesen ganz besonderen Ort. Im Kalkstein sind Teile von abgestorbenen Tieren und Pflanzen eingeschlossen und sichtbar. Die beeindruckende Produktionshalle aus den 1930er Jahren wird nur noch als Lager genutzt. Die Kapelle St. Wendelin von 1688 hat einen Altar aus Gauinger Travertin. Mit seiner Lage an der Bundesstraße 312 hat Gauingen nicht nur Einwohner gewonnen, sondern auch ein kleines Industriegebiet.

Zahlreiche Grabhügelgruppen auf der Markung von Gauingen und Hochberg gehören vielfach in die mittlere Bronzezeit, einige aber auch in die Hallstattzeit. Sicher belegt sind Grabfunde der Bronzezeit aus Hügeln im Gewann Steinhauser. Im Wald Pfandhäule zeigt ein kleiner Bergsporn einen Wall aus groben Steinbrocken, der mutmaßlich eine vorgeschichtliche Befestigung darstellt.

Eine rote Mitra und daneben zwei rote Äpfel auf gelbem Hintergrund. Am unteren Rand drei weiße, rechteckige Steine auf blauem Hintergrund.

Das von Professor Jourdan entworfene Wappen wurde 1948 verliehen. Die Steine verweisen auf die „Gauinger Steine“, die für repräsentative Bauten genutzt werden. Die Mitra erinnert an die Zugehörigkeit zum Kloster Zwiefalten und die Äpfel stehen für den Obstbau im Ort.

Wappen Zwiefalten - Gauingen

Luftbildaufnahme von Zwiefalten-Gauingen
© Kreisarchiv Reutlingen B 2801_04370_247.01

Luftbildaufnahme von Zwiefalten-Gauingen.