Riederich

Mit ihrer verkehrsgünstigen Lage konnte die Gemeinde Riederich immer schon punkten. In vergangenen Jahrhunderten war es die Landstraße zwischen Alb und Neckar, die im Ort die Erms überquerte. Heute ist es die Bundesstraße 312, viel befahrene Verbindung zwischen dem Ermstal und dem Stuttgarter Raum, die an der Gemeinde vorbeiführt und an der sich zahlreiche Betriebe angesiedelt haben.

Eine florierende Wirtschaft gibt es in Riederich erst seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Damals siedelte sich das erste Industrie-Unternehmen im Ort an, die aus einer Hammerschmiede hervorgegangene Mechanische Weberei Riederich. Das sicherte die Existenz vieler Dorfbewohner, die vom landwirtschaftlichen Ertrag, von der Leineweberei und anderen Handwerksberufen kaum mehr leben konnten.

Zuvor war der einzige Betrieb Riederichs die Mühle gewesen. Sie war, wie die meisten Höfe im Dorf, im Besitz des Klosters Hirsau und ging mit der Reformation an das Herzogtum Württemberg über. Eine eigene Pfarrkirche hatte Riederich damals nicht, die Pfarrer aus Bempflingen versorgten den Ort mit. Eine romanische Kapelle war aber bereits seit dem 13. Jahrhundert vorhanden. In den 1950er Jahren, als das vom Denkmalschutz als unbedeutend eingestufte Kirchlein abgerissen werden sollte, wurden Fresken aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Wenigstens eine bemalte Wand konnte erhalten und in den Neubau integriert werden. Hier sind Szenen aus der Passionsgeschichte und aus Heiligenlegenden zu sehen. Auch der alte Turm blieb stehen. 1983 wurde der Name Auferstehungskirche gewählt.

Historische Luftbildaufnahme von Riederich
© Kreisarchiv Reutlingen B 2801_09217_632.15

Luftbildaufnahme von Riederich.

Luftbildaufnahme von Riederich.

Luftbildaufnahme von Riederich.