Gomadingen-Steingebronn

In den 1930er Jahren wurde die Landesstraße von Lichtenstein nach Münsingen gebaut. Mit der schnellen Anbindung Richtung Reutlingen und Münsingen waren die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Dorf in folgenden Jahrzehnten nicht nur um mehrere Neubausiedlungen, sondern auch um ein Industriegebiet gewachsen ist. Zuvor war Steingebronn jahrhundertelang auf seine kleine Bergkuppe beschränkt, auf der erst eine Burg, später Kirche und Pfarrhaus entstanden.

Im Wald ‚Banholz‘ liegt eine Gruppe von mindestens 12 Grabhügeln mit Bestattungen aus der Bronze-, Urnenfelder- und Hallstattzeit. Bemerkenswert ist vor allem ein frühkeltisches Grab mit Wagen, was auf eine hochgestellte soziale Stellung des oder der Verstorbenen verweist. Vermutet werden weiterhin eine römisches Gehöft östlich vom Ort sowie ein frühmittelalterliches Grab im ‚Pfarrgarten‘. Am Platz der Kirche wird eine abgegangene Burg der von Speth vermutet, über der wohl das Pfarrhaus errichtet wurde. Der Ort selbst wird in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erstmals genannt.

Eine weiße Kirche mit roten Dächern auf einem grünen Berg und blauem Hintergrund. Im oberen, rechten Eck ein Quadrat mit abwechselnd weißen und blauen Wellen.

Ein Wappen ist ein Entwurf von Professor Jourdan und zeigt die Kirche des Ortes. Das Quadrat wurde hinzugefügt, um die Unterscheidung von anderen Wappen mit Kirchenmotiven zu erleichtern und ist eine Anspielung auf das Wort „Bronn“, das im Ortsnamen enthalten ist.

Wappen Gomadingen - Steingebronn

Historische Luftbildaufnahme von Gomadingen-Steingebronn
© Kreisarchiv Reutlingen B 2801_07835_529.24