Gomadingen-Offenhausen

Ein Rathaus hat Offenhausen nicht. Denn der Gomadinger Teilort war in den letzten tausend Jahren nie eine eigenständige Gemeinde. Aber von 1262 bis zur Reformation bestand hier das Dominikanerinnen-Kloster St. Maria Gnadenzell. Die Vierflügelanlage mit Kreuzgang gibt es nicht mehr, nur die Klosterkirche ist geblieben.

Ab 1613 begann in Offenhausen die Pferdezucht. Wobei zuerst nicht edle Rösser, sondern Eselhengste in den Ställen standen, die zusammen mit geeigneten Pferdestuten im fürstlichen Maultiergestüt Zugtiere hervorzubringen hatten.

Die Glanzzeiten des Gestütshofs brachen Mitte des 18. Jahrhunderts mit Herzog Carl Eugen an. Denn Pferde wurden bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein nicht nur von Bauern und Adeligen, sondern auch vom Militär in großer Zahl gebraucht. Offenhausen konnte sie liefern. Mit der 1893 entstandenen Bahnstrecke wurde auch eine Verladerampe für Pferde gebaut.

Heute ist Offenhausens Beitrag zur Pferdezucht viel weitreichender. Hier betreibt das Haupt- und Landgestüt Marbach eine EU-Besamungsstation, in der Hengste verschiedener Rassen Frisch- oder Tiefkühlsperma für Züchter im In- und Ausland produzieren.

Die Gestütswirtschaft, früher das stattliche Amtshaus des Stutenmeisters, wurde in den letzten Jahren aufwendig vom Land saniert. Zusammen mit dem Gestütsmuseum in der ehemaligen Klosterkirche, dem Kräuter- und Iris-Schaugarten, der Quelle der Großen Lauter und der Bahnstation am Fuß des Sternbergs macht sie Offenhausen zu einem beliebten Ausflugsziel.

Historische Schwarzweißfotografie von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist unter anderem der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
© Historische Schwarzweißfotografie von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist unter anderem der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen S 06_0155 / Metz Neg Nr. 133 214
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0694 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist hauptsächlich der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0699 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0704 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist hauptsächlich der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0709 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist hauptsächlich der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0714 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme der Lauterquelle in Gomadingen-Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0719 / Horst Guth
© Luftbildaufnahme von Gomadingen-Offenhausen. Darauf zu sehen ist hauptsächlich der Gestütshof Offenhausen des Haupt- und Landgestüts Marbach und das Dominikanerinnenkloster Offenhausen.
Kreisarchiv Reutlingen 0724 / Horst Guth